Der alte Mann und die Weggabelung

Rolf Müller 

            

Man steht oft im Leben vor einem Scheideweg. Welchen Weg soll man gehen? Soll man dem Wort Gottes vertrauen? Oder soll man den verführerischen weltlichen Herausforderungen nachgeben?

 

 Der alte Mann vertraut als Kind Gottes der Bibel. Er eifert dem Glauben der geistlichen Väter nach. Aber er steht auch vor der Tatsache, dass viele Leiter christlicher Gemeinden heute Thesen vertreten, die der Bibel widersprechen. Sie sagen, die Bibel enthalte das Wort Gottes, aber sie sei nicht das Wort Gottes. Sie behaupten, die Bibel müsse heute anders verstanden werden als früher. Sie müsse der modernen Zeit angepasst werden.

 

Der alte Mann weiß aus der Bibel, dass die Ehe zwischen Mann und Frau gottgewollt ist. Heutige Leiter setzen sich für die Segnung homosexueller Paare ein. Sie beschränken die klaren Aussagen der Bibel und deuten sie um.

 

Der alte Mann weiß sich Gott und seiner in der Bibel offenbarten Wahrheit verpflichtet und nicht der subjektiven Meinung christlicher Leiter. Er weigert sich, was die Bibel als sauer bezeichnet, süß zu nennen. Er ist nicht auf das Wohlwollen und die Anerkennung durch angesehene christliche Verführer angewiesen. Er akzeptiert keine bibelkritischen Positionen, auch nicht um des lieben Friedens willen.

 

Der alte Mann fragt sich, wohin der Weg der christlichen Gemeinden geht. Sie stehen an einer Weggabelung. Welcher Weg ist richtig und führt ans Ziel? Gibt es einen Wegweiser?

 

Die Bibel ist Gottes Wort und weist den Weg. Davon ist der alte Mann überzeugt, auch wenn manche Leiter behaupten, die Bibel könne  heute nicht mehr als Wort Gottes verstanden werden. Der alte Mann widerspricht auch der Behauptung, dass andere Religionen Wege zu Gott wären. Die Religionen kann man nicht mit dem Christentum gleichsetzen. Andere Religionen führen die  Menschen in die Irre und nicht zu Gott. Der Retter ist Jesus Christus. In keinem andern ist das Heil. Deshalb muss den Menschen das Evangelium von Jesus Christus gesagt werden.

 

Der alte Mann kann nicht schweigen, wenn argumentiert wird, homosexuelle Beziehungen seien gottgewollt und dürften gesegnet werden. Die Bibel sagt das nicht.

 

Der alte Mann fragt sich, ob die Autorität der Bibel noch gilt? Ist Jesus Christus nur einer von vielen Wegen zu Gott? Warum wird das Wort Gottes heute so aufgeweicht und kraftlos gemacht? Muss die Bibel heute nur noch subjektiv und pluralistisch verstanden werden? Ist die Anbiederung an den Zeitgeist noch zu stoppen?

 

Dem alten Mann wird empfohlen, er solle beim Thema Schwule und Lesben Spannungen aushalten. Er soll die biblischen Aussagen nicht beachten. Schließlich lese jeder die Bibel etwas anders. Soll das heißen, die Bibel macht keine klaren Aussagen? Kann jeder die Worte der Bibel drehen und wenden wie er will?

 

Dem alten Mann wird gesagt, er solle sich nicht in der Gemeinde abschotten, sondern sich der Gesellschaft anpassen. Er solle mithelfen, eine bessere Welt zu schaffen. Ist die von Gott und seinen Geboten losgelöste Gesellschaft der neue Götze? Was hat die Bibel mit der gegenwärtigen Gesellschaft gemeinsam?

 

Die Bibel sagt: Du sollst nicht morden! Die Gesellschaft erlaubt den Massenmord an ungeborenen Kindern. Die Bibel erklärt Ehe und Familie als von Gott gewollt. Die Gesellschaft macht sich für die Auflösung der Familie stark. Viele Leiter unterstützen das. Ist die Anpassung der Gemeinde an die Welt gut oder eine Katastrophe?

 

Der alte Mann gibt zu bedenken, dass der Abfall von Christus Auflösung und Verfall zur Folge hat. Wir erleben die Auflösung der elterlichen Autorität, die Verachtung des Alters, die Vergötterung der Jugend, die Auflösung der Ordnung im Verhältnis der Geschlechter untereinander. Die Verhöhnung der Keuschheit und die Proklamation geschlechtlicher Zügellosigkeit sind Ergebnisse dieses Abfalls.

 

Die Bibel spricht vom schmalen und vom breiten Weg. Wohin wollen wir gehen? Der alte Mann möchte sich nicht verzetteln in Auseinandersetzungen mit der Welt. Er will seinen Glauben und seinen Herrn nicht verleugnen. Er möchte nicht mit Ungläubigen zusammengejocht sein. Er möchte auf dem schmalen Weg zum Ziel kommen.

 

Mit freundlicher Genehmigung

 Autor: Rolf Müller