Der alte Mann und die Dreitausend

(Teil 2)

 Rolf Müller

 

Die dreitausend Leute in Apostelgeschichte 2 machten eine völlige Veränderung durch. Das kam durch das Wirken des Heiligen Geistes. Man kann dem Christentum nicht beitreten. Man kann einer Sekte beitreten. Man kann einem Verein beitreten. Dem Christentum kann niemand beitreten. Es ist die Liebe Jesu, die uns ergreift, es ist die Kraft des Heiligen Geistes.

 

Der Heilige Geist bringt diese dreitausend Menschen zum Nachdenken. „Als sie das hörten, drang es ihnen durchs Herz und sie sprachen: Was sollen wir tun, ihr Brüder?“ Das sagten sie, weil sie ins Nachdenken gekommen waren. Vor wenigen Wochen noch hatten sie geschrien: „Weg mit ihm! Kreuzige ihn! Gib uns Barabbas!“

 

Jetzt war eine große Veränderung über sie gekommen. Sie fingen an, über diesen Jesus nachzudenken. Das ist das Wirken des Heiligen Geistes. Die Leute taten Buße. Ihr Leben wurde von Grund auf verändert. Sie wichen den Tatsachen nicht mehr aus. Der Heilige Geist machte ihnen klar: Wir brauchen Jesus! Nur der Glaube an den Herrn Jesus rettet uns! Auch für uns heute gibt es keinen anderen Weg.

 

Der alte Mann stellt fest, dass in unserer Zeit Toleranz das höchste Gebot ist. Wer einen festen Standpunkt einnimmt und ihn vertritt, gilt als intolerant. Vor allem darf es nicht sein, dass man seine Überzeugung mit der Bibel begründet. Ob eine Überzeugung richtig oder falsch ist, wird überhaupt nicht mehr gefragt. Falsche Toleranz ist gefährlich und kann tödlich sein.

 

Gottes Wort sagt, dass Jesus Christus der einzige Weg zu Gott ist. Es gibt keine andere Möglichkeit. Man kann sich darüber aufregen. Man kann es als engstirnig bezeichnen, aber das ändert nichts an der Tatsache. Es gibt nur diesen einen Weg.

 

Der alte Mann sieht, dass diese dreitausend Leute in Jerusalem über Jesus nachdachten. Sie dachten nicht über sich selbst nach, sondern über Jesus. Der Heilige Geist führte sie dazu, die Bedeutung Jesu für ihr persönliches Leben zu erkennen.

 

Der alte Mann kann im Sessel sitzen und ein Buch über Jesus lesen. Er kann seine Bibel studieren. Er kann theologische Studien betreiben und das kann alles hochinteressant sein. Aber man kann all das tun und trotzdem kein Christ sein. Es ist der Heilige Geist, der uns den Herrn Jesus Christus groß macht. Er bewirkt, dass wir keine Zuschauer und Kritiker mehr sind. Wir geraten selber in die Kritik. Wir werden in die Sache verwickelt. Wir erkennen, dass Jesus Christus für uns lebenswichtig ist.

 

Die Dreitausend erkennen, dass sie gegen Gott gekämpft und seinen Christus abgewiesen haben. Sie erkennen ihre Schuld. Die größte Sünde ist, nicht zu sehen, wie nötig wir den Herrn Jesus brauchen. Wer nicht an Jesus glaubt, lehnt Gott ab.

 

Der alte Mann weiß, dass er einmal bei Gott sein wird und in alle Ewigkeit die Freuden Gottes genießen wird. Diese Herrlichkeit hat ihm der Herr Jesus zugänglich gemacht. Jeder, der an Jesus glaubt, erbt alles. Wer Jesus ablehnt, lehnt das Leben ab. Das bedeutet, ewig in einem Zustand der Qual, des Elends und der Gottesferne zu sein. Die dreitausend Menschen in Jerusalem erkannten ihre Schuld vor Gott. „Was sollen wir tun, ihr Brüder?“ Petrus sagt: Tut Buße! Denkt um! Ruft den Herrn an!

 

Der alte Mann weiß, dass es für die Dreitausend in Jerusalem keine Kleinigkeit war, Christen zu werden. Der Glaube an den Herrn Jesus brachte Verfolgung mit sich. Die Kosten der Nachfolge mussten bedacht werden. Das Christsein bedeutete Leiden um des Herrn willen. Auch die heutigen Christen erfahren das immer wieder. Aber die Leiden der Zeit sind nichts im Vergleich mit der Herrlichkeit, die uns erwartet.

 

Ich freu mich in dem Herren

aus meines Herzens Grund,

bin fröhlich Gott zu Ehren

jetzt und zu aller Stund,

mit Freuden will ich singen

zu Lob dem Namen sein,

ganz lieblich soll erklingen

ein neues Liedelein.

 

In Sünd war ich verloren,

sündlich war all mein Tun,

nun bin ich neu geboren

in Christus, Gottes Sohn;

der hat mir Heil erworben

durch seinen bittern Tod,

weil er am Kreuz gestorben

für meine Missetat.

 

(Bartholomäus Helder).

 

Mit freundlicher Genehmigung

Autor: Rolf Müller