Der alte Mann und der Wille Gottes

 Rolf Müller

 

Was will Gott? Was will Gott von mir? Was will Gott für mich? Der alte Mann könnte viel über diese Fragen schreiben. Er will sich auf einige grundlegende Antworten beschränken.

 

Woher kann der alte Mann wissen, was Gott will? Er erfährt es nicht aus der Zeitung. Er erfährt es nicht von den Politikern. Die wissen selber nicht, was Gott will. Sie wollen es gar nicht wissen. Es interessiert sie nicht.

 

Was Gott will, kann jeder aus der Bibel, dem Wort Gottes erkennen. „Gott will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“ Was für eine wunderbare Zusage! Wir haben einen Gott, der jedem verlorenen Sünder helfen will. Er will sich über jeden Menschen erbarmen. Gott will jedem helfen, auch dem alten Mann.

 

Wie groß die Schuld auch ist, Gott will sich über seine gefallenen Geschöpfe erbarmen. Das Kreuz von Golgatha ist der Beweis. Durch die Hingabe seines Sohnes für uns beweist Gott seine Liebe. Er will uns helfen!

 

Es könnte alles gut sein, wenn es nicht tatsächlich Menschen gäbe, die nicht wollen, dass Gott ihnen hilft. Gottes Hilfe muss man annehmen. Gott zwingt seine Hilfe niemanden auf. Die Menschen können sich nicht selber retten. Wir gehen in eine dunkle, unruhige Zeit.

 

Der alte Mann befürchtet, dass die kommenden Jahre noch mehr Schuld, Hass, Krieg und Blutvergießen bringen werden. Der Abfall von Gott und seinem Wort wird sich noch verstärken. Die Irrlehren und die christusfeindlichen Religionen werden überhand nehmen. Der kommende Antichrist wirft schon seine Schatten voraus. Der Wind bläst den Gläubigen immer stärker ins Gesicht.

 

Aber bis der Herr wiederkommt, dürfen wir die frohe Botschaft weitersagen. Gott will trotz allem den Menschen helfen. Er will ihnen Erlösung schenken. Wir sind als Gläubige und Nachfolger Jesu Christi berufen, den Willen Gottes in dieser Welt zu erfüllen. Nicht die „Herr! – Herr! –Sager“ sind bei ihm angesehen, sondern die Gläubigen, die den Willen des Vaters im Himmel tun.

 

Den Willen Gottes erfährt man aus der Bibel. Wer die Bibel nicht regelmäßig liest, weiß nichts vom Willen Gottes. Der alte Mann will hier nur auf einige wenige Stellen hinweisen:

 

„Das ist der Wille Gottes, eure Heiligung.“ (1. Thess. 4,3).

 

„Gott will nicht, dass auch nur einer verloren geht.“ (Mt. 18,14).

 

„Seid dankbar in allen Dingen, denn das ist der Wille Gottes.“ (1. Thess. 5,18).

 

„Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern verändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen möget, welches da sei der gute, wohlgefällige und vollkommene Gotteswille.“ (Röm. 12,2).

 

Sind wir als Gläubige mit der Erkenntnis des Willens Gottes erfüllt? Absonderung von der Welt, Hingabe an den Herrn, Hören auf sein Wort, Gehorsam seinem Heiligen Geist gegenüber sind die Voraussetzungen, dass wir den Willen Gottes erkennen. Dann bekommen wir auch die Kraft, seinen Willen zu tun. Der alte Mann bittet seinen Herrn darum. Aus eigener Kraft schafft er es nicht. Der Herr Jesus sagte, dass wir ohne ihn nichts tun können. Oder anders ausge-drückt, was wir ohne ihn tun, ist nichts. Wer in ihm bleibt, wird durch alle Wirren und Nöte dieser Zeit hindurchgetragen. Er wird das Ziel erreichen.

 

„Die Welt vergeht mit ihrer Lust, wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit!“

 

„Was mein Gott will, gescheh allzeit,

sein Wille ist der beste.

Zu helfen dem er ist bereit

der an ihn glaubet feste.

Er hilft aus Not,

der treue Gott,

er tröst die Welt ohn Maßen.

Wer Gott vertraut,

fest auf ihn baut,

den will er nicht verlassen.

 

Gott ist mein Trost, mein Zuversicht,

mein Hoffnung und mein Leben.

Was mein Gott will, das mir geschicht,

will ich nicht widerstreben.

Sein Wort ist wahr,

denn all mein Haar

er selber hat gezählet.

Er hüt und wacht,

stets für uns tracht,

auf dass uns gar nichts fehlet.

 

Albrecht von Preußen.

 

Mit freundlicher Genehmigung

Autor: Rolf Müller